2. Tag – Weiterfahrt bis Baden-Baden von dort über die B500 und nach Kappelrodeck

Unsere erste Nacht im Kasten war wirklich sehr gut. Die Matrazen waren für uns optimal und so haben wir durchgeschlafen und waren gut erholt.

Tags zuvor vor der Abfahrt hatten wir ja erst einmal alles einfach in die Garage geschoben und sind los. Mit diversen Boxen und Vakuumbeuteln hatten wir eine gewisse Vorsortierung erreicht, so dass wir das Nachtzeug und das nötigste für’s erste Frühstück schnell griffbereit hatten.

So haben wir erst einmal in aller Ruhe ausgiebig gefrühstückt. Das Frühstück ist für uns die wichtigste Mahlzeit am Tage. Danach ging es dann ans Einräumen. Bis alles einigermaßen an Ort und Stelle war, verging der gesamte Vormittag.

Gegen 12 Uhr konnte es dann losgehen. Erst einmal weiter über die Autobahn bis nach Baden-Baden. Eigentlich wollten wir dort einen kurzen Stopp einlegen und uns etwas umschauen. Doch die Ortsdurchfahrt gestaltete sich extrem chaotisch. Eine Baustelle nach der anderen und Umleitung über Umleitung. Nachdem wir dann zum 3. Mal an ein und der selben Stelle vorbeigekommen waren, hatten wir keinen Bock mehr und haben Baden-Baden in Richtung Schwarzwaldhochstraße (B500) schnellstmöglich verlassen.

Kurz hinter Baden-Baden entdeckten wir die Geroldsauer Mühle. Was war denn da los? Viele Menschen und grosse Parkplätze. So haben wir uns auch einen Parkplatz gesucht, um mal zu schauen was es dort gibt. Das parken mit dem 640er war kein Problem. Einfach das Heck über einen Grünstreifen drüber und wir standen perfekt in der Parkbucht.

Die Geroldsauer Mühle ist eine alte Wassermühle und liegt an einem kleinen Bachlauf. Die Umgebung ist recht sehenswert und es gibt einige Wanderwege. Direkt hinter dem Parkplatz liegt ein kleiner Wasserfall. Ein Wanderweg besagt, dass es in ca. 2 km einen grossen Wasserfall geben soll. Da wir für so eine Strecke hin und zurück gute 2,5-3 Std. wandern würden und auch keine Lust zum radeln hatten, haben wir uns der Mühle zugewandt.

Die Mühle ist zu einem Mühlenmarkt ausgebaut worden und bietet einiges an regionalen Spezialitäten. Genau das richtige für uns! Gleich am Eingang schon mal etwas für den süssen Zahn. Eine Konditorei mit genialer Auswahl. Natürlich musste die Schwarzwälder Kirschtorte sogleich gekauft werden. Sie blieb allerdings nicht ganz alleine. Neben weiteren Torten und Kuchen gab es nämlich auch verlockend aussehendes und gut duftendes Brot.

Bei dem weiteren Rundgang durch den Markt kamen dann noch weitere Leckereien wie: Jagdstangen vom städtischen Forstamt, Wildbratwurst, Bermersbacher Ziegenkäse, Heidelbeerwein und Geroldsauer Mühlenbier in den Einkaufswagen. Und natürlich dürfen auch zwei ganz spezielle Weine aus der Region nicht fehlen; die Hex vom Dasenstein und der Affentaler in den markanten Glasflaschen.

Die nächsten Abendessen waren somit schon mal gesichert.

Weiter ging es zur B-500. Bevor wir diese hochfuhren, war ein kleiner Wanderparkplatz ausgeschildert, welchen wir zwecks Kaffeepause und Tortenverzerr ansteuerten.

Gut gestärkt konnte es nun über die Schwarzwaldhochstraße gehen. Die Auffahrt und Ausblicke fanden wir jetzt nicht so spannend. Teilweise hatten wir von fantastischen Ausblicken gehört und gelesen, diese waren aber auf dem ersten Stück bis zur Bühler Höhe sehr spärlich und ans Anhalten war schon gar nicht zu denken. So fuhren wir hinter dem Hotel Bühler Höhe auf einen Wanderparkplatz. Von hier war mitten im Wald die Marienkirche zu sehen. Auf der anderen Seite der Bundesstraße gehen Wege ab, die zum Luchspfad und zum Wildnispfad führen. Da wir aber schon recht spät dran waren und es hier oben auch ziemlich kalt und windig war, haben wir unsere Fahrt fortgesetzt.

Nach kurzer Zeit kam ein Hinweis auf die Fachwerkstadt Sasbachwalden. Hörte sich gut an und so sind wir kurzerhand abgebogen. Die Abfahrt über Serpentinen ins Tal war nicht ohne. Hier habe ich zum ersten Mal die Automatik des Ducato verflucht. Bereits auf der bisherigen Fahrt war mir das Schaltverhalten der Automatik negativ aufgefallen. Ein Gangwechsel fand immer in den ungünstigsten Momenten statt. Doch hier bei der Bergabfahrt war es das reinste Chaos. Bei dem bis zu 14% Gefälle musste ich natürlich ständig abbremsen, wobei die Automatik jedes Mal so weit runter schaltete, dass der Motor ständig am aufheulen war und die Getriebebänder anfingen zu stinken. Wir waren heilfroh, als wir endlich unten ankamen. Auf dem ersten Parkplatz in Sasbachwalden haben wir dann erst einmal alles wieder abkühlen lassen.

Sasbachwalden ist wirklich sehenswert. Viele Fachwerkhäuser säumen die Straße. Da es schon später Nachmittag war sind wir allerdings ohne weiteren Stopp entlang der Weinberge nach Kappelrodeck zum dortigen WoMo-Stellplatz gefahren.

Auf dem Stellplatz am Heidenhof haben wir es uns noch gut 1 Stunde in der Sonne gemütlich gemacht. Wobei wir uns einen Teil unserer Einkäufe bei Wein und Bier schmecken liessen.

Mal sehen, was der Tag morgen so mit sich bringt?

Bis zum nächsten Mal

Isi & Jürgen

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