Vorbereitung auf das Abenteuer Kastenwagen

Wie kam es überhaupt dazu? Da wir in absehbarer Zeit die Arbeitswelt verlassen, wollen wir uns in Zukunft gerne in wärmeren Gegenden über Winter aufhalten. Durch diverse Reiseberichte, auch bei Youtube sind wir dann auf die Möglichkeit eines Kastenwagens gestossen. Da wir nicht gerne fest an einem Ort sind und uns lieber treiben lassen wollen schien dies eine gute Wahl zu sein.

Warum einen Kastenwagen und keinen Teilintegrierten? Wir haben unser grosses Wohnmobil wegen der Abmessungen und der damit verbundenen zunehmenden Schwierigkeiten schon vor mehreren Jahren verkauft. Die Alternative sollte alltagstauglich sein, aber trotzdem ein angenehmes Reisen ermöglichen. Einen PKW wollen wir dann nicht mehr behalten und auch weitestgehend zeitunabhängig reisen.

Das alles unter einen Hut zu bringen ist aber nicht so einfach. Es müssen schon einige Kompromisse eingegangen werden. Wir gehören beide nicht gerade zu den gelenkigsten Leichtgewichten und müssen erst einmal schauen, ob ein Kastenwagen dafür überhaupt geeignet sein wird.

Um die Eignung festzustellen, haben wir uns einige Kastenwagen angeschaut. Dabei haben wir schnell heraus gefunden, dass für uns nur ein 6,36 Meter Kasten in Frage kommen kann. Längsbetten sind ein absolutes Muss. Auch im Bad sollten wir uns einigermaßen frei bewegen können. So schrumpfte die Auswahl recht schnell auf einige wenige Modelle zusammen.

Bei unseren Recherchen haben wir auch erfahren müssen, dass die Lieferzeiten von Kastenwagen schon mal mehrere Monate bis zu einem Jahr dauern können. Somit sollten wir die Suche schon etwas voran treiben. Denn ersteinmal mieten statt kaufen stand für uns definitiv fest. Doch mieten ist gar nicht so einfach wie gedacht. Das Kontingent an entsprechenden Mietfahrzeugen ist nicht besonders gross.

Der Zeitraum des Haupturlaubs muss bei uns schon sehr früh festgelgt werden, weshalb er für dieses Jahr schon feststand. Nun galt es ein Reiseziel und vor allem ein Mietmobil dazu passend zu bekommen. Das Reiseziel war schnell gefunden – es sollte der Schwarzwald und der Bodensee werden. Bei dem Fahrzeug haben wir noch mit Ach und Krach einen Bürstner City Car C640 ergattern können.

Dass war also geschafft. Nun kamen die nächsten Probleme – was nehmen wir mit? Haben wir überhaupt genug Platz? Auf unserem Dachboden standen die Sachen aus unserem alten Wohnmobil. Bei dem Anblick wurde uns ganz mulmig, wie sollen wir das denn mitbekommen? Unmöglich, zumal wir erst noch mit dem PKW zum Vermieter fahren mussten. Also schon mal Einschränkung durch das Volumen unseres PKW. Somit hieß es aussortieren. Auf die Hälfte waren wir recht schnell runter, aber dass war immer noch zuviel. Die Auswahl der vermeintlich benötigten Teile wurde immer schwieriger, doch wir kamen auf gut 1/3 unseres Vorrates. Wovon im nachhinein locker ebenfalls 1/3 gereicht hätte. Klamotten zum anziehen packen war dagegen schon fast ein Kinderspiel. Das ist man ja von Flugreisen her gewohnt. Aber auch da hat man ja immer viel zu viel mit.

Der Tag der Übernahme und somit Beginn des Abenteuers konnte also beginnen.

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